00:00:06: Also Öffentlichkeit, öffentliche Diskussion, öffentlicher Druck wirkt immer.
00:00:12: Mal mehr mal weniger und je besser und je breiter so eine Branche ihre Interessen, ihre Meinung vertritt und öffentlich macht und auch überzeugen kann und gute Argumente und gute Fakten hat und so besser funktioniert es.
00:00:29: Das Risiko nach unten ist zwar begrenzt aber die Möglichkeiten einen höheren Gewinn abzuschöpfen, ist jetzt auch stark begrenzt.
00:00:38: Und das macht natürlich erheblich was aus gerade dann wenn ich starke Schwankungen in den Börsenpreisen habe.
00:00:46: Was mache ich mit dieser pauschalen Begrenzung der Einspeiseleistung auf fünfzig Prozent der PV-Leistung?
00:00:51: Damit begrenze ich ja auch die Einspeiselleistung meines Batteriespeichers und meines E-Autos, wenn ich das bidirektional nutzen möchte.
00:00:59: Also ich will einerseits dass diese Kunden Zu aktiven Kunden werden am Markt teilhaben und dann begrenzt sich aber gleichzeitig wieder ihre Möglichkeiten, das zu tun.
00:01:31: Projekte, die erst im nächsten Jahr ans Netz gehen müssen sich natürlich auf die neuen Regeln einstellen.
00:01:37: Aber wer dieses Jahr noch ans Netz geht kann zum Glück noch mit den alten Regeln bauen und die Entwürfe, die derzeit bekannt sind werden eben dazu führen dass die Förderung sinkt und das die Kosten steigen.
00:01:50: Deshalb wollen wir heute mal darüber sprechen bei welchen Projekten es besonders wichtig erscheint dass sie noch in diesem Jahr ans netz kommen und um Nachteile zu vermeiden.
00:01:59: Und wir wollen darüber sprechen, worüber sich Entwickler- und Photovoltaik-Kunden im Klaren sein müssen, die erst im nächsten Jahr bauen und planen.
00:02:10: Für das Gespräch heute grüße ich Thomas Seltmann.
00:02:12: Er ist Leiter für Batteriespeicher beim Bundesverband Solarwirtschaft und er ist immer ganz dicht dran an den politischen Geschehen Und Sie kennen ihn wahrscheinlich schon auch als Experte für unsere Steuertipps aus dem Magazin.
00:02:27: Herzlich Willkommen zurück im Podcast.
00:02:29: Hallo!
00:02:31: Zugeschaltet aus Hamm ist uns außerdem Detlef Kranke, er isst Gründer und Geschäftsführer des Portals ENER-Guide.
00:02:39: Auf seiner Plattform hat er alles zusammengetragen und aufbereitet was man wissen muss wenn man erneuerbare Energienprojekte umsetzen möchte darunter zum Beispiel ein umfangreiches Energiepolitikradar.
00:02:52: In dem können Projektierer, Entwickler und natürlich auch Installateure nachschauen was gerade verhandelt wird.
00:02:58: Und wie sich die neuen Regeln auf ihr konkretes Projekt auswirken könnte.
00:03:03: Guten Tag Herr Kranke.
00:03:04: willkommen im Podcast!
00:03:07: Herzlichen Dank, guten Tag in der Runde.
00:03:09: Sie bekommen ja über ihre Kunden viele Rückmeldungen aus dem Markt, weil sie auch Angebote zugeschickt bekommen die sie vergleichen oder zu denen sie ihre Meinung abgeben.
00:03:18: Was ist der Hauptgrund warum die Kunden dieses Energiepolitik da bei ihnen abonnieren?
00:03:26: Meine Kunden kennen mich als Berater und Planer für das gesamte Thema erneuerbare Energien inklusive Wirtschaftlichkeitsbrechung untergleichen.
00:03:34: Und meine Kunden sind halt nicht nur Kommunen und Industrieunternehmen, sondern alle die in dieser Branche unterwegs sind.
00:03:41: Also auch Projektierer, Planar, Solatöre... in Summe haben halt im Moment das Problem, dass sie sich nicht mehr so genau auskennen.
00:03:51: Das heißt selbst wir Fachleute sind häufig überfracht weil wir nicht mal wissen was gilt jetzt eigentlich für Stand heute?
00:03:58: Was ist jetzt gerade im Umbruch und was zählt wirklich im halben Jahr oder genauer gesagt zum ersten ersten sieben zwanzig?
00:04:04: Was kommt da eigentlich auf uns zu?
00:04:06: Und um dort einen Einblick zu bekommen, meinen Überblick zu bekamen dafür nutzen meine Kunden wirklich diese Plattformen.
00:04:13: Haben Sie den Eindruck, inzwischen haben die Kunden die neuen Änderungen schon so auf dem Schirm?
00:04:17: Also wissen sie zumindest das was kommt und richten sich darauf ein.
00:04:21: Ich glaube dass es noch nicht vollumfänglich bekannt ist.
00:04:24: bei Weitem nicht viele Solarteure kümmern sich soweit ich das erkennen kann konkret um die Themen, weil es alles noch relativ schwammig ist.
00:04:32: Wir haben Entwürfe aber ob die entwürfen wirklich so umgesetzt werden oder doch noch verändert werden wir wissen das gerade nicht.
00:04:39: und was das für konkrete Auswirkungen auf die einzelne Projekte hat wissen wir auch nicht selbst wie Fachleute nicht und ich glaube dass viele Kunden vor einem großen Rätsel stehen denn sie bekommen halt nur Bruchstücke mit gerade in den Medien ob das Printmedien sind oder meinetwegen auch Fernsehkanäle Die berichten kurz und knackig über ein Thema Aber es reicht nicht aus, um sich wirklich damit auskennen zu können nur wenn man ein Zeitungsartikel gelesen hat.
00:05:04: Weil wir Sie und Ihre Plattform ja heute in der Hinterhand haben, können wir uns heute mal für einen Videopodcast entschieden so dass wir auch wichtige Zahlen einmal einblätten können.
00:05:13: aber wir werden natürlich auch für unsere Audio-Zuhörer alles auf der Tonspur erläutern.
00:05:32: Das ist der zweite November und das EEG ist noch nicht verabschiedet Und die Festlegung zu den allgemeinen Netzengelten Agnes ist auch noch nicht durch.
00:05:41: Glücklicherweise muss man wohl sagen, denn es stehen ja eine ganze Menge Änderungen an und drin die in der Branche noch sehr kritisch gesehen werden.
00:05:50: Die auch objektiv betrachtet würde ich sagen nachteilig für den Markt sind und die vielleicht noch geändert werden könnten.
00:05:57: Wie sieht der Zeitplan aktuell aus?
00:05:59: Und welche Punkte hofft ihr, hoffst euer Verband noch ändern zu können?
00:06:06: Es gibt ja keinen offiziellen Zeitplan in dem Sinn, aber es gibt eine Reihenfolge.
00:06:10: Und jetzt zurzeit liegt das Gesetz oder die beiden Gesetze EG und Netzpaket im Bundestag und die Koalitionsfraktionen verhandeln darüber wie das endgültige Gesetz oder diese aussehen werden.
00:06:23: also ist noch im Prinzip alles veränderbar.
00:06:28: Alles, was bisher sozusagen veröffentlicht wurde kann übermorgen schon überholt sein und auch dieser Podcast kann jetzt natürlich nicht den allerletzten Stand wiedergeben.
00:06:40: Also es wird jetzt erst mal im Bundestag verhandelt dann wird's einen Bundestagsbeschluss geben Dann wird das ganze dem Bundesrat vorgelegt.
00:06:47: der muss dann auch nochmal sein okay geben.
00:06:51: Und dann drittes Gesetz in Kraft.
00:06:54: aber Dann braucht es noch zumindest für die Regelung, die Förderung betreffen.
00:07:00: Die EU-Beihilfegenehmigung.
00:07:02: Das ist auch der Grund warum wir so eine große Novelle haben dieses Jahr weil die Beihilfegenehmigungen das EEG in diesem Jahr ausläuft zum Jahresende.
00:07:11: Das heißt also neue Projekte, die dann realisiert werden ab nächstes Jahr.
00:07:15: Die müssen den neuen Beihilfeanforderungen der EU genügen und deswegen braucht es eine neue Genehmigung.
00:07:20: Also erst wenn alle diese Schritte abgearbeitet sind, haben wir ein neues EEG.
00:07:28: weitgehend direkt in Kraft treten, sobald es fertig ist und die Festlegung der Bundesnetzagentur zu den Netzhänd gelten.
00:07:35: Die ist nicht im parlamentarischen Raum sondern die Bundesnetzagentur ist da eigenständig kann das festlegen und sie hat angekündigt dass sie das vor Jahresende tun will.
00:07:46: Und auch da gibt es dann Übergangszeiträume, die wir wahrscheinlich heute auch noch mal reden.
00:07:50: Also das was dazu den Netz entgelt und beschlossen wird, wird nicht unmittelbar wirksam werden aber formal tritts dann in Kraft und muss dann umgesetzt werden.
00:08:00: Aber eigentlich muss ja das EEG bis zum Jahresende auf jeden Fall beschlossen werden.
00:08:04: wenn ihr jetzt noch viele Änderungen einbringt und die Parlamentarier vielleicht bereit wären die euch noch einzubringen könnte man das dann noch schaffen vom Zeitplan her.
00:08:14: Wie gesagt, es ist Zweite November.
00:08:15: Also wir sind ja... Das heißt, wir die Parlamentarier sind wohl in der Schlussphase der Beratung.
00:08:22: Also die heiße Phase und wir haben in den letzten Wochen und Monaten intensiv dran gearbeitet zu beraten und Vorschläge zu machen was noch geändert werden soll.
00:08:32: ich kann ein paar Eckpunkte rausgreifen.
00:08:34: also wir sind natürlich dafür dass die Eigenheimfotovoltaikanlagen weiterhin gefördert werden das es dafür auch eine Einspeisevergütung gibt oder eine vergleichbare Regelung.
00:08:44: Wir wollen also nicht, dass eine verpflichtende Direktvermarktung der kleinen PV-Anlagen ab ersten Januar kommt.
00:08:49: Das halten wir für kontraproduktiv.
00:08:52: Wir sind auch nicht für diesen Redis Patch Vorbehalt – diese Verknüpfung von Netzengpässen damit, dass man keine Entschädigung mehr bekommt.
00:09:00: Das gehen wir wahrscheinlich nachher noch genauer drauf ein.
00:09:04: und Wir wünschen uns natürlich auch eine deutliche Verbesserung der Rahmenbedingungen für Batteriespeicher, dass also die ihre volle Wirkung fürs Stromsystem umsetzen können.
00:09:18: Das wird eine Kosteneffizienz bringen.
00:09:21: Es würde eine Netzeffizient bringen wenn wir deutlich schneller die Batterie Speicher ausbauen und da gibt es auch noch einige Hebel in den Gesetzen indem man das verbessern kann.
00:09:31: jetzt mal zu dem politischen Klima, ja wir haben mir das Gefühl dass die Bundesnetzagentur schon der Branche zuhört.
00:09:38: Kritik aufnimmt, versucht sie zur Berücksichtigung in den Festlegungen.
00:09:44: Das gelingt sicherlich nicht immer und nicht bei allen Punkten aber man hat den Eindruck es wirkt sieht die öffentliche Diskussion wirkt sich auch das Ergebnis aus.
00:09:52: Habt ihr beim Wirtschaftsministerium oder jetzt bei der IG Novelle auch den Eindruck dass das so funktioniert?
00:10:00: Also Öffentlichkeit, öffentliche Diskussion, öffentlicher Druck wirkt immer.
00:10:04: Mal mehr mal weniger und je besser und je breiter so eine Branche ihre Interessen, ihre Meinung vertritt und öffentlich macht und auch überzeugen kann und gute Argumente und gute Fakten hat umso besser funktioniert es ja.
00:10:20: also funktioniert natürlich dann konkret mal besser mal schlechter.
00:10:25: Wir haben zwei grundlegend unterschiedliche Verfahrensweisen hier in den Punkten, die du beschrieben hast.
00:10:31: Zum einen haben wir den gesetzgeberischen Weg.
00:10:33: da entscheidet am Ende nicht das Ministerium sondern der Gesetzgeber ist der Deutsche Bundestag, die Parlamentarier und die hören schon sehr viel darauf was auch die Wähler und die Unternehmen ihren Wahlkreisen sagen und dort sich beteiligen an der Diskussion.
00:10:51: Und das ist natürlich grundlegend unterschiedlich bei der Bundesnetzagentur.
00:10:54: Die ist eine eigenständige, gerade bei den Netzhengeldfragen ja auch durch Gerichtsentscheidung nochmal bestätigt unabhängige Behörde und kann da sozusagen dem ihrem fachlichen Urteil folgen.
00:11:07: aber auch da gibt es natürlich Diskussionen und Meinungen Und auch da muss man als Branche und als Öffentlichkeit kundtun, was man davon hält.
00:11:17: Und kann auch Verbesserungsvorschläge machen und die werden dann halt auch mal mehr Mal weniger gut gehört.
00:11:24: Wir bemühen uns mit Fakten Mit Studien mit wirklich einer guten Argumentationsgrundlage Da Einfluss zu nehmen und wir werden sehen was am Ende das dann bewirkt.
00:11:36: Also wie gesagt, es liegen nur Entwürfe vor.
00:11:38: Es kann sich noch ändern aber wir schauen einfach mal auf verschiedene Segmente um zu sehen, wie sich das was aktuell im Entwurf ist künftig auf die Projekte auswirken wird und vor allem was der Jahreswechsel jetzt ausmacht.
00:11:55: Ich würde sagen wir beginnen mal mit den Großflächenanlagen.
00:11:57: ich stelle mir vor beispielsweise eine Zehn Megawatt Peak-Footvoltaikanlage.
00:12:04: Da gibt es ja noch eine Ausschreibung in diesem Jahr zu den alten Bedingungen mit dem Geburtstermin, erster Dezember ... ... um zwanzig sechsundzwanzig.
00:12:13: da sind zwei Komma zwei Gigawatt ausgeschrieben also schon ne ganze Menge.
00:12:16: der höchst Wert beträgt also für den anzulegenden wert legt beträglich fünf Komma fünf drei Cent pro Kilowatt stunde.
00:12:24: das heißt Jemand der damit bieten möchte muss da drunter bleiben.
00:12:28: Welchen unterschied macht es wenn ich an dieser Ausschreibung noch teilnehme im vergleich zu einer ausschreibungen am nächsten?
00:12:34: ja herkranke?
00:12:36: Ja, dass ein gravierender Unterschied in diesem fall gerade wenn es um große Anlagen geht Der großartig dieses Jahr oder bis dieses jahr inklusive den ersten zwölften heißt es nach den alten Regeln.
00:12:48: Nach den alten regeln habe ich eine einseitige Marktprämie und ab nächsten Jahr habe ich einen zweiseitigen Differenzbetrag.
00:12:59: das heißt Bislang hatten wir über die Ausschreibung oder die Errichter hatten die Sicherheit, dass sie quasi, ich sag's mal, ein Auffangnetz hatten.
00:13:09: Denn es konnte sichergestellt werden das wenn eine Anlage Energie einspeist einen bestimmter Betrag auf jeden Fall sichergestellt ist.
00:13:18: Das heißt wenn die Börsenpreise niedriger waren, griff der Markt quasi ein über die Förderung und somit konnte ich sicherstellen, dass ich meinen Betrag auch bis zu dieser Auschreibungsgrenze bekommen kann.
00:13:29: Alles was darüber hinausgeht, das heißt wenn der Börsenwert deutlich drüber war und wir hatten ja in der Vergangenheit sehr starke Schwankungen auch nach oben.
00:13:37: War das wirklich ein guter Einnahmequelle?
00:13:41: Guter Gewinn für die Betreiber dieser großen Anlagen!
00:13:45: Und das ändert sich jetzt massiv.
00:13:46: Das heisst jetzt ist es durch diesen zwei-seitigen Differenzbetrag gekoppelt oder gedeckelt nach oben,
00:13:53: d.h.,
00:13:53: wenn ich über den Deckel hinausgehe... muss sich das Geld wieder als Refinanzierung zurückzahlen.
00:14:00: Das heißt also, dass Risiko nach unten ist zwar begrenzt aber die Möglichkeiten einen höheren Gewinn abzuschöpfen ist jetzt auch stark begrenzend und das macht natürlich erheblich was aus gerade dann wenn ich starke Schwankungen in den Börsenpreisen habe.
00:14:17: D.h.,
00:14:17: die Mehrerlöse, die man über den Markt realisieren könnte gehen zurück Und in Jahren, in denen der Marktwert besonders hoch ist.
00:14:27: Über dem anzulegenen Wert muss man sogar was zurück zahlen also diesen sogenannten Abschöpfungsbetrag.
00:14:33: Also es gibt manchmal ein bisschen Missverständnisse bei dieser Regelung.
00:14:37: Manche denken dann das sozusagen jede Überschreitung des Anzulegenden Wertes abgeschöpft wird.
00:14:43: Das ist natürlich nicht der Fall.
00:14:45: Also Schwankungen innerhalb von das Tages oder so, also Börsenpreisschwankung des Strompreises die werden nicht abgeschöpft.
00:14:52: Also wenn ich zu einer Stunde einspeise wo ein hoher Börsenspreis ist dann kann ich den Gewinn natürlich behalten.
00:14:58: aber wenn der Jahresmarktwert höher ist als mein anzulegender Wert dann wird diese Differenz von jeder Kilowattstunde die ich irgendwann im Jahr Einspeise abgeschopft.
00:15:07: Das ist so der Mechanismus und genau und das begrenzt halt sozusagen die Gewinne über den Anzulegenden wert und kommt zum Tragen in solchen Jahren.
00:15:20: Und jetzt wissen wir natürlich nicht, wie sich die Marktlagen in Zukunft entwickeln.
00:15:25: Und deswegen kann es sein, dass das langfristig durchaus ein Thema wird.
00:15:29: Ich habe mit Analysten gesprochen und die haben gesagt, dass im zweiten Teil also in der zweiten Hälfte der Förderdauer die Wahrscheinlichkeit von Abschöpfungsjahren steigt weil dann zum Beispiel die Inflation halt auf die Marktpreise wirkt und insgesamt der Strompreis steigt.
00:15:47: und weil der anzulegende Wert ja immer konstant bleibt ist dann die Wahrscheinigkeit höher, dass der Jahresmarktwert halt mal drüber liegt.
00:15:55: Und deswegen gibt es einmalig die Möglichkeit sozusagen aus dem EEG wieder auszutreten.
00:16:01: Allerdings ohne Rückkehrmöglichkeit, da müsste man sich innerhalb der ersten zehn Jahre entscheiden, da rauszugehen.
00:16:07: Aber das ist diese zweiseitigen Differenzverträge sind ja nur ein Punkt, der jetzt auf die Kosten drückt oder auf die Einnahmen drückt.
00:16:17: Das ist vollkommen richtig!
00:16:18: Ich habe noch einen zweiten Teil und zwar ich muss als Betreiber in Zukunft quasi einen Betrag bezahlen für die Energie, die ich ins Netz eingebe.
00:16:28: Das war vorher auch nicht der Fall und somit müssen sich diese Betreiber dieser Anlagen quasi an den Netzkosten mitbeteiligen.
00:16:36: Auch das macht natürlich einen erheblichen Wert aus für die Wirtschaftlichkeitsberechtigung.
00:16:44: Sie haben in dem Beispiel jetzt ausgerechnet dass es siebenund vierzigtausend Euro für eine zehn megawatt Anlage wären.
00:16:51: Ja, das liegt daran weil wir noch keine genauen Zahlen haben.
00:16:55: Die Bundesnetzagentur gibt im Moment Zahlen vor die irgendwo zwischen vier Euro pro KW und sieben Euro pro kw liegen wo wir unterm Strichnacheligen werden das wissen wir im moment nicht.
00:17:07: Das sind ja im moment noch Entwürfe.
00:17:09: Das heißt also was ich hier in dieser Folie mal berechnet habe ist so ein Durchschnittswert abzüglich der Vermarktungskosten und somit komme ich auf einen Wert von ungefähr Siebenvierzichttausend Euro pro Jahr an weniger Ertrag bei einer Anlage Größe von ungefähr zehn Megawatt.
00:17:28: Ich habe auch diesem Beispiel unterstellt, dass wir ungefähr tausend Kilowatt Stunden pro Kilowattspeak im Jahr erzeugen.
00:17:36: das ist natürlich noch ein bisschen variabel je nachdem ob die Anlage nach dem Süden von Deutschland steht dann ist der Betrag durchaus höher bzw.
00:17:44: wenn er im Norden in Schleswig-Holstein steht wäre er entsprechend geringer, sind aber quasi angenommen eine Werte durchschnittswerte weil wir im Moment nicht wissen wo es hingeht.
00:17:55: Liegen wir eher in der unteren Bereich von vier Euro oder er im oberen bei sieben Euro dann kann das auch durchaus höher gehen.
00:18:03: Und dieser Betrag kommt ja über die Agnes-Festlegung, also über die neuen Netzentgelte rein und die kann man auch vermeiden wenn man noch dieses Jahr baut.
00:18:13: Ganz genau!
00:18:14: Die fallen nicht an wenn ich dieses Jahr noch baue weil es dann nach dem alten Recht geht und das alte Recht hat diese Bedingungen noch nicht.
00:18:24: Da ist es so wenn man den Zuschlag bekommt oder aus der Ausschreibung am ersten Dezember, dann ist man quasi auf der sicheren Seite.
00:18:32: Dann hat man Vertrauensschutz auch wenn die Anlage erst im nächsten Jahr ans Netz geht.
00:18:36: und wenn man den Zuschlag nicht bekommt und sich erst im Nächstenjahr um einen Zuschlag bewirbt, dann muss man sozusagen schon nach den neuen Netzentgelten rechnen.
00:18:47: Außerdem haben wir noch oft Ihrer Liste den Riedespatch-Vorbehalt?
00:18:52: Ja das ist ein schwieriges Thema.
00:18:54: Riedes-Pitch Vorbehalt ist, glaube ich für die Investoren in großen Freiflächenanlagen ein Riesenthema.
00:19:04: Denn hier kann es ja durchaus sein dass der Netzbetreiber beispielsweise sagt Ich habe hier einen sehr begrenztes Netz das heißt nicht genügend Kapazitäten und in der Vergangenheit war der Netz Betreiber jederzeit in der Lage und berechtigt, dass die Reduzierung der Einspeisung vorzunehmen wenn es rote das Netz zu überlasten.
00:19:27: Das heißt, das gab es früher schon.
00:19:29: allerdings konnte man für die Zeit wo diese Anlagen reduziert worden sind auch eine entsprechende Ersparnisse nicht sondern eine Rückerstattung bekommen.
00:19:41: Das ist eine Vergütung für diesen wirtschaftlichen Verlust.
00:19:45: so dieser Ridespatch Vorbehalt Erlaubt es den Netzbetreibern auch wiederum, diese Anlagen runterzuregeln wenn die Kapazitäten im Netz nicht da sind.
00:19:56: Allerdings mit dem Unterschied dass es keine Vergütung dafür gibt und das kann durchaus eine Menge Geld ausmachen denn das ist zwar gedeckelt nach oben bis zu zwanzig Prozent übers Jahr gesehen aber das kann schon eine ganze Menge Geld Ausmachen.
00:20:11: und darüber hinaus kann ein Netzbetreiber auch sein Gebiet vor dieser Anlage steht, als Kapazitätsbegrenzte definieren und dann würde diese Regelung bis zu sechs Jahren Gültigkeit haben.
00:20:26: Danach darf sie noch mal achtzehn Monate verlängert werden.
00:20:29: also das ist ein erhebliches wirtschaftliches Risiko was auf die großen Anlagen durchaus zukommen kann oder zukommen wird Und man weiß ja heute auch noch nicht genau, welche Gebiete das im Einzelnen betrifft.
00:20:41: Also da müssen wir uns ja dann auch überraschen lassen oder Thomas?
00:20:45: Wir wissen eben jetzt natürlich noch nicht wie so eine Regelung aussehen würde wenn sie denn so käme.
00:20:50: also wir setzen uns natürlich seit längerem dafür ein dass es so auf keinen Fall kommt weil komplett falsches Instrument ist.
00:20:57: Es werden ja nicht die Probleme gelöst, also der Gesetzgeber und auch das Ministerium sollten Vorschläge vorlegen, die die Probleme lösen, nämlich die Netzengpässe beseitigen oder das Netz effizienter zu nutzen.
00:21:08: Wir haben ja eine Studie vorgelegt kürzlich, die besagt dass wenn man im Verteilnetz an den Umspannwerken Batteriespeicher anschließt dann könnte man hundertfünfzig Gigawatt PV zusätzlich anschließen ohne Netzausbau.
00:21:18: Das zeigt also, dass es dann noch erhebliche Potenziale gibt und das allererste was man machen sollte und was vielleicht der Gesetzgeber auch ein Gesetz reinschreiben sollte wäre eine Verpflichtung der Netzbetreiber ihr Netz zu digitalisieren.
00:21:30: denn erst dann weiß ich ob da wirklich ein Engpass da ist.
00:21:33: Es werden heute ja Engpässe definiert nach Berechnungen und nicht nach tatsächlichen Messungen im Netz
00:21:40: D.h.,
00:21:41: der Netzbetreiber muss es gar nicht wirklich auf den Tisch legen, wo seine Netzengpässe sind?
00:21:46: Ja er kann das ja gar nicht wenn er sein Netz nicht misst und eben nicht digitalisiert hat.
00:21:53: Da muss eigentlich das Problem sozusagen auf die Füße gestellt werden und gelöst werden.
00:21:59: Schauen wir nochmal auf eine andere Freiflächenanlage, vielleicht eine etwas kleinere die nicht an so einer Ausschreibung hängt.
00:22:05: Wie wäre es mit einer Fünfhundert Kilowatt Anlage wenn wir sagen, die kann man ohne Ausschrebungen realisieren?
00:22:15: Die kann man auch in diesem Jahr noch auf den Weg bringen.
00:22:20: Hätte die auch so hohe... Risiken zum hohen Zusatzkosten?
00:22:24: Nein, da sind die Risiken etwas anders weil ich nicht mehr in die Ausschreibung gehen muss.
00:22:30: Das heißt, da habe ich auch andere Möglichkeiten.
00:22:33: Da muss sich zum Beispiel nicht dieses Thema ausschreiben erster Zwölfter weil ich ja halt nicht in die Ausschauung gehe.
00:22:39: Da reicht es nachzuweisen dass ich wirklich eine verbindliche Absichtserklärung habe das ich dieses Jahr noch eine Unterschrift leiste.
00:22:47: Das heißt diese Anlagen müssen dieses Jahr nicht mehr irgendwie zugeschlagen werden über eine Ausschreibung.
00:22:53: Die müssen auch nicht in Betrieb gehen sondern da reicht es wirklich zu sagen jawohl Ich habe einen verbindlichen Auftrag beispielsweise unterzeichnet.
00:23:01: Allerdings muss auch nachweisbar sein, dass das eine Wirtschaft, die den Schaden geben würde wenn ich wieder zurück trete.
00:23:07: Das heißt also heute ein Auftrag so ein unverbindlichen Antrag zu unterschreiben und nächstes Jahr dann zu sagen naja ich gehe doch mal wieder zurück.
00:23:15: Das funktioniert nicht!
00:23:17: Ich muss schon ganz klar sagen und nachweisen können, ich wollte diese Anlage sowieso bauen.
00:23:23: Wir haben sie nur nicht fertig bekommen.
00:23:25: das reicht vollkommen.
00:23:26: Das heißt wenn ich einen Auftrag dafür unterschreibe reicht es als Nachweis.
00:23:29: Das muss sich allerdings bis ein dreißig dritten nächsten Jahres nachweisen bei der Bundesnetzagentur dass ich das auch wirklich getan habe.
00:23:38: also eine Unterschrift im Januar reicht dann nicht.
00:23:40: dann bin ich im neuen gesetzt Und die Anlage müsste ich dann bauen, aber auch dafür habe ich noch ein bisschen Zeit.
00:23:47: Da hab' ich Zeit bis August.
00:23:49: zwei tausendund und achtundzwanzig, glaub vierte August!
00:23:52: Das was Sie jetzt sagten, das bezog sich aber nur auf die Netzentgelte.
00:23:55: Auf die Agnesfestlegung.
00:23:56: Es trifft nicht zu oft des EEG und auf... Genau ich wollte sagen sie sag mir auch oder was ich auf Ihren Folien noch sehe ist halt dass wir eine Einsperrsovergütung haben ja noch in diesem Jahr beziehungsweise einen anzulegenen Wert für den Marktprämie von sechs Komma fünf neun Zent und im nächsten Jahr sinkt der Ja pauschal auf sechs Kommas zwei Cent.
00:24:19: Das ist richtig!
00:24:20: Das werden wir doch sehen, die Werte sind ja noch nicht beschlossen.
00:24:24: Ich würde das aber mit einem Vorbehalt versehen.
00:24:28: Aber genau für diese Anlagen haben wir einen Unterschied.
00:24:33: der gesetzlichen Relevanz bei den Ausschreibungsanlagen zu den Anlagen, die in der gesätzlichen Vergütung sind.
00:24:39: Also wo der anzulegende Wert gesetzlich bestimmt wird so heißt es ja dann Juristen Schagong und bei den Ausstreibungs-Anlagen zählt der Zuschlagszeitpunkt.
00:24:47: deswegen bemüht sich auch die Bundesnetzagentur gerade noch diese Ausschreibungen diesem Jahr jetzt im Dezember hinzubekommen Und auch die Zuschläge müssen eben noch im Dezember erteilt werden damit das noch wirksam wird nach dem alten Gesetz und Dann kann ich die Anlage auch danach bauen im nächsten Jahr.
00:25:02: und habe eben den Zuschlag, den ich jetzt heute in diesem Jahr oder letztes Jahr noch bekommen hab.
00:25:07: Der gilt dann noch bei den Anlagen wo der anzulegende Wert gesetzlich bestimmt ist also die Eigenheimanlagen die Gebäude PV auch diese Freiflächen PV-Anlagen die unterhalb der Ausschreibungsschwelle sind.
00:25:20: die müssen in Betrieb genommen werden in diesem jahr damit die Regeln des EEG noch gelten, weil da ist der in Betriebnahmezeitpunkt der Entscheidende.
00:25:28: Okay verstehe also das heißt wenn ich es nur mit der finalen Investitionsentscheidung mache wie Herr Krank gesagt hatte dann spare ich die Einspeisenetzentgelte von der Bundesnetzagentur ab zwanzig neunundzwanzig und wenn ich aber wirklich scheife bis einunddreißigsten zwölf noch ans Netz zu gehen und in Betrieb zu nehmen Dann habe ich auch den höheren anzulegenen Wert.
00:25:47: Also ich habe die Regelungen, die im aktuellen EEG gelten.
00:25:50: Die gelten dann noch weil sich die auf dem Inbetriebnahme-Zeitpunkt beziehen und vielleicht bei der Gelegenheit kann man nochmal hinzufügen in Betriebnahme muss nicht unbedingt.
00:25:59: also es ist gerade bei den Gebäude PV-Anlagen oft so.
00:26:02: In Betriebnahmen heißt nicht Ich muss schon ein Netzanschluss haben für die Anlage einspeisen dürfen und ich muss nicht den Zähler schon haben sondern die An Lage muss installiert sein und muss Strom erzeugt haben einmal.
00:26:14: Das kann man dann eben auch nachweisen, wenn man noch keinen Anschluss ans Netz hat, noch nicht einspeisen darf.
00:26:20: Wenn man keine Zähle hat geht es trotzdem technisch das Nachzuweisen.
00:26:24: Und damit sichert man sich das EEG-Recht dieses in Betriebnahmezeitpunktes.
00:26:31: Was gilt nicht für so kleine Anlagen?
00:26:33: Wie gesagt die Ausschreibungsthematik aber Riedespatch Vorbehalt gilt auch?
00:26:41: Das gilt auch, ich weiß nicht wo da die Grenze liegt.
00:26:46: Ich glaube die Grenzen war einfach nur dass es keine Freiflächenanlage ist?
00:26:49: Ich glaube für Dachanlagen gilt dieser Redispatch vorbehalten.
00:26:52: Ja das ist auch glaube ich noch nicht so ganz klar gewesen in dem Entwurf und wir haben ja auch noch für beide Anlagen also sowohl die zehn Megawatt-Anlage als auch die fünfhundert Kilowatt Anlage das nächste Thema aus den Netzpaketen nämlich die siebzig Prozent Begrenzung.
00:27:07: Da sollen ja Freiflächenanlagen immer ihre Einspeiseleistung auf siebzig Prozent begrenzen müssen.
00:27:15: Gibt es da eine Abschätzung, was das eine Anlage kosten könnte?
00:27:19: Weil letztlich passiert das ja immer hauptsächlich dann wenn die Sonne sowieso besonders stark scheint und die Börsenpreise ohnehin sehr nitris sind.
00:27:28: Im Moment ist die Situation wahrscheinlich schon so dass wenn ich mehr Leistung einspeisen könnte, dass es zu einem Zeitpunkt ist wo die Börsenpreise sehr niedrig oder vielleicht sogar negativ sind.
00:27:38: Das ja auch ein Faktor den wir aktuell haben der auch die Kalkulation von Projekten schwierig macht und der sich im Laufe derzeit sozusagen rauswachsen kann.
00:27:48: wenn wir mit dem Batteriespeicherzubau vorankommen dann würden also diese Negativpreiszeiten deutlich zurückgehen und irgendwann wahrscheinlich auch verschwindet wenn wir genug Flexibilität im System haben und dann wird es wahrscheinlich auch wieder relevant mehr Leistungen einspeisen zu dürfen.
00:28:07: Eigentlich ist diese pauschale Leistungsbegrenzung nur ein Zeichen dafür, dass man eben das Netz nicht gut managt weil man ansonsten so eine fixe Begrenzung nicht bräuchte aber man aktiv das Netz bewirtschaftet mit einer entsprechenden Digitalisierung, mit Batteriespeichern und so weiter.
00:28:26: Dann braucht man solche Begrenzungen nicht weil die Möglichkeit auch mal mehr einzuspeisen ist ja durchaus sinnvoll je nachdem wie gerade die Wetter-Situation ist und wie die Lasten im Netz sind.
00:28:38: Ja das ist ja auch was sie unten noch angefügt hat.
00:28:40: ne dass man Batterie Speicher installieren kann, die man auch darf dann.
00:28:46: Das wollte ich gerade noch hinzufügen diese Regelung halte ich in den meisten Projekten eigentlich gar nicht für so dramatisch, wie sich das oft anhört.
00:28:56: Wir kommen gleich vielleicht auch noch mal beim privaten Häuslebauer auf das Thema mit dieser Abregelung.
00:29:01: aber wenn wir jetzt hierbei bleiben... Ich glaube dass große Photovoltaikanlagen insbesondere freiwillige Anlagen heute schwierig wirtschaftlich darzustellen sind, wenn sie keinen Speicher haben.
00:29:14: So aus den eben genannten Gründen.
00:29:16: gerade dann, wenn ich beispielsweise mit einer Südanlage zur Mittagszeit extrem viel produziere genau dann bekomme ich am wenigsten oder sogar gar nichts.
00:29:24: im schlimmsten Fall sogar muss ich noch zahlen.
00:29:27: deshalb geht man heute immer dazu über dass man auf jeden fall ein Speicher mit dazu baut, um es wirtschaftlich zu haben.
00:29:33: Und wenn wir über diese siebzig Prozent reden dann sind wir genau in dieser Zeitspanne.
00:29:38: das heißt also dann wenn mittags am meisten produziert wird.
00:29:40: Wenn ich am wenigsten bekommen würde Dann müsste ich das wirklich in einen Speicher bringen Um es dann zu einer späteren Zeitpunkt wo ich mehr erzielen kann wieder einzuspeisen.
00:29:50: Aber auch zu diesem späteren zeitpunkt habe Ich ja dann diese siebtig prozent Einspeisebegrenzung Obwohl vielleicht mein Speicher auch mehr einspeisen könnte Genau.
00:29:59: Die Begrenzung wirkt sich natürlich auf die Anlage aus und wenn nicht die Einspeiseleistung der PV-Anlage begrenze, begrenzt sich natürlich auch die Einspeiseleistungen des Speichers.
00:30:09: Das ist eben der Punkt wo wir sagen das ergibt nicht unbedingt Sinn auf die Dauer.
00:30:15: Jetzt haben wir verschiedene Sachen aufgezählt.
00:30:17: Wir haben gesagt zweiseitige Differenzverträge, Redis Patch Vorbehalt, Einspeisenetz entgelte.
00:30:23: was würdest du sagen sind?
00:30:25: große Freiflächenanlagen dann überhaupt noch sehr, also wirtschaftlich im nächsten Jahr.
00:30:32: Ich hatte auch schon eine Pressemeldung gesehen von verschiedenen großen Entwicklern die sagten mir müssten die Ausschreibungshöchstwerte mindestens auf sieben Cent anheben damit das überhaupt noch mit den dann fälligen Stromgestierungskosten wirkt.
00:30:47: Also wie erleben halt jetzt gerade dass eben viele dieser Änderungsvorschläge und Entwürfe einfach zu mehr Kosten führen, eben nicht so mehr Systemeffizienz oder nicht zur Kostensenkung im System sondern einfach nur mehr oder hauptsächlich Kostensteigerungen bei den Projektierern und bei der Finanzierung der Projekte.
00:31:05: Und das führt automatisch dazu dass man höhere anzulegende Werte braucht um die Projekten zu finanzieren.
00:31:11: Das heißt also wenn die Bundeswirtschaftsministerin es ernst meint dass sie den Ausbau So wie geplant umsetzen will, dann führt es automatisch dazu dass man über kurz oder lang diese Gebotswerte erhöhen muss und die Anzulegenwerte auch erhöhen müssen im Gesetz weil sonst wird man diesen Ausbau nicht haben.
00:31:31: Wenn die Projekte weniger wirtschaftlich sind werden auch weniger Projekten gebaut.
00:31:35: Da würde ich einen absoluten Beiflicht unterzustellen.
00:31:40: Genau das ist das große Problem, was wir jetzt gerade mit großen Freiflichenanlagen haben.
00:31:44: Wenn ich mir normale Freiflichen oder Agri-PV Anlagen anschaue von beispielsweise Landwirten die reden über PV Anlagen ein Megawatt vier megawatts sechs megawatt und so weiter Das sind Anlagen da haben wir Stromgestehungskosten von vier Vierneinhalb Cent.
00:32:01: Und wenn wir jetzt über Ausschreibung reden und dann fünf Cent abzüglich kosten, dann wird schon extrem eng.
00:32:07: Das heißt also aktuell unter den jetzigen Bedingungen muss das schon eine sehr große Anlage sein die dann Stromgestierungskosten von drei bis dreieinhalb Cent haben um überhaupt noch ins Plus zu kommen und dann kommen auch diese wirtschaftlichen Risiken dazu.
00:32:23: Also das wird schon sehr sehr eng.
00:32:26: Das ist ja letztlich nicht nur nachteilig für die Förderkosten, die die Bundeswirtschaftsministerin eigentlich senken möchte.
00:32:32: Sondern auch für den Strommarkt und den Stromkunden.
00:32:35: Ja es ist spannend dass die Vorschläge, die da jetzt auf dem Tisch liegen dazu führen das die Kosten steigen.
00:32:41: wohl die Ministerin angekündigt hat, sie will die Kosten senken.
00:32:44: Also es passt irgendwie nicht so ganz zusammen.
00:32:47: Wir haben wirklich eine Reihe von Vorschlägen vorgelegt wo man auch wirklich die Kosten senden kann.
00:32:52: also man kann der Branche wirklich nicht nachsagen.
00:32:54: Sie wäre da nicht kreativ und hätte dann nicht gute Vorschlage gemacht.
00:32:58: und deswegen hoffen wir auch dass jetzt im Gesetzgebungsverfahren möglichst viele dieser Vorschlages noch Eingang finden.
00:33:06: Und wir setzen darauf, dass insbesondere die Parlamentarier einfach sich an den Fakten orientieren und an den guten Argumenten.
00:33:14: Und das da noch einiges zu holen ist.
00:33:18: Wechseln wir mal das Segment und gehen mal in Richtung Dachanlagen.
00:33:22: Wenn wir sagen, die Standardanlage, die in Deutschland gebaut wird es vielleicht zehn Kilowatt Peak hat einen Heimspeicher dazu.
00:33:30: Und wenn es jetzt kein ganz kleiner Haushalt ist dann hat er vielleicht fünf Tausend Kilowattstunden Haushaltverbrauch.
00:33:39: Da würde ich im Moment ja noch eine Einspeisevergütung von sieben Komma Sieben Cent bekommen, aber künftig gibt es nur noch ne Übergangszahlung von drei Jahren mit fünf Komma Zwei Cent.
00:33:51: Allerdings muss man auch sagen eigentlich Ausschlag gegen für den Bau einer Foto-Voltaikanlage auf dem eigenen Dach ist der Eigen Verbrauch.
00:33:59: also welchen Einfluss werden die Änderungen haben Herr Kranke?
00:34:03: Also dann würde ich unterscheiden zwischen kurz, fossiv und langfristig.
00:34:06: Wir haben gesehen dass wir in den letzten Jahren so pauschale Anlagen gebaut haben.
00:34:11: das heißt In den letzten jahren sind sehr viele zehn Kilowatt Peak-Anlage und zehn kW Speicher gebaut worden wie Sie es gerade schon gesagt haben.
00:34:21: davor die jahre war das mal fünf kilowatt peak oder acht je nach verbrauch.
00:34:26: irgendwann ist man dazu übergegangen und hat gesagt kommt pauschal zehn kilowatt peek passt ungefähr auf dein dach bau das.
00:34:32: das hat dazu geführt dass viele noch nicht den hohen verbraucht hatten.
00:34:36: sprich zwei personenhaushalt mit mein wegen dreitausend kilowatt stunden oder vierpersonen haushalten mit viertausend kilowattsstunden haben unter dem Strich doch relativ viel eingespeist.
00:34:48: Und für diese Fälle würde es bedeuten, dass sie schon einiges jetzt an Mehrkosten haben.
00:34:54: aber ich bin der festen Meinung das wir heute nicht auf den Verbrauch von Heute gucken müssen denn wir sehen gerade die Veränderungen im Markt überall Auch bei mir privat im Einfamilienhaus ist es nicht mehr der eigentliche Stromverbrauch für Beleuchtung, Herd und Heizungen.
00:35:11: Sondern das ganze Thema Elektrifizierung kommt immer mehr.
00:35:15: Das heißt wir reden immer über Elektroautos.
00:35:17: Wir reden immer mehr über Wärmepumpen.
00:35:20: Das würde bedeuten oder das bedeutet ganz konkret dass der Verbrauch auch nach oben geht.
00:35:25: Das heisst wenn ich heute für einen vier Personenhaushalt Viertausend Kilowatt Stunden habe oder Verbraucherbedarf habe Und jetzt kommt eine Wärmepumpe für ein Familienhaus dazu, dann liege ich schnell schon bei neun oder zehntausend Kilowattstunden.
00:35:38: Wenn jetzt noch ein Elektroauto dazukommt kann es mal schnell auf zwölftausend Kilawattstunde hochgehen.
00:35:44: Was ich damit sagen will ist die Eigennutzung dieser PV-Anlage wird stark steigen in den nächsten Jahren und da ich eine Photovoltaikanlage heute baue für die nächsten mindestens zwanzig Jahre ist das glaube ich nicht so dramatisch dieser Effekt.
00:35:59: Zumal wir jetzt auch noch einen Übergangsfrist haben mit dieser Einspeisevergütung von aktuell fünf Komma zwei Cent, wenn es auch nur für drei Jahre ist.
00:36:08: aber ich glaube in drei Jahren wird sich in vielen Haushalten schon gewaltig was geändert haben beim Energiebedarf.
00:36:16: Aber sie hatten ja schon eine gewisse Differenz ausgerechnet hier hundertsech... hundertfünfzig Euro im Jahr.
00:36:22: Ganz genau, ich hatte ausgerechnet ungefähr unheimfünfzig Euro im Jahr bedingt dadurch dass sich diese Prusuma entgelte zahlen muss.
00:36:29: Sprich alle die im Niederspannungsbereich sind unter hunderttausend Kilowatt Stunden und selber Strom selber Strom produzieren, sind in Zukunft verpflichtet diese Prosumerausgleich zu zahlen heißt ich bekomme nochmal einen Aufschlag auf meinen Grundpreis.
00:36:45: Wie hoch der sein wird wissen wir noch nicht.
00:36:48: das wird glaube ich im Oktober nächsten Jahres erst bekannt gegeben.
00:36:51: wie Hochde sein wird man geht davon aus dass er irgendwo zwischen siebzig und neunzig Prozent des Grundpreises ist.
00:36:57: die Branche sagt heute maximal hundert Euro sollte.
00:37:02: da sollte sich der Wert bewegen.
00:37:04: Und halt die anderen fünfzig Euro kommen dadurch zustande, dass sie gesagt haben okay es ist eine Differenz zwischen heute und nächstes Jahr.
00:37:11: Weil der Preis nochmal runtergegangen ist von heute ich glaube sieben Komma sieben Cent auf fünf Komma zwei Cent.
00:37:17: Diese fünf Kommas zwei Cent fallen nach drei Jahren weg und dann wird's immer mehr entscheidend wieviel Ich selber auch von meinem von meiner erzeugten Energie verwenden benutze oder selber brauche.
00:37:31: Aber das war auch in der Vergangenheit so, je mehr Eigenbedarf ich habe umso wirtschaftlicher war eine Photovoltaikanlage.
00:37:38: denn eine Photowoltaikanlage war nie wirtschaftlich wenn sich viel eingespeist hat sondern je mehr ich selber nutze umso Wirtschaftsfläche ist es.
00:37:46: und das trifft genauso gut für die Zukunft zu vielleicht sogar noch stärker.
00:37:51: aber Selbst Haushalte, die ja einen hohen Eigenverbrauch haben, haben trotzdem im Sommer immer noch relativ viel Solarstrom, den sie schon einspeisen müssten.
00:38:00: Also die sogenannte Eigenverbausquote liegt da trotzdem oft nur bei fünfzig Prozent.
00:38:07: Das heißt der Strom kann zumindest vermarktet werden und dann kommen ja die Direktvermarkter ins Spiel.
00:38:13: nach diesen drei Jahren soll ja sozusagen jede Anlage in die Direkvermarktung gehen.
00:38:19: was kann sowas kosten?
00:38:20: wissen wir das?
00:38:25: Das wissen wir nicht, weil es gibt ein paar Akteure die Gott sei Dank früh dran sind und versuchen das zu etablieren.
00:38:36: Direktvermarktung dieser kleineren PV-Anlagen scheitert ja aktuell vor allem daran, dass die Prozesse bei den Netzbetreibern nicht vorhanden sind.
00:38:44: Wir haben keine massengeschäftstauglichen Prozisse für die Direkt Vermarktung von PV Anlagen und so wie bei großen Anlagen kann man die Vermarktungen einfach nicht runter skalieren sondern es muss nach ganz anderen Prinzipien funktionieren.
00:38:56: und es gibt Gott sei Dank ein paar Anbieter die das aktuell versuchen und die auch Preise aufrufen dafür um diese Dienstleistung zu machen.
00:39:04: aber was ist am Ende wirklich wird, sehen wir nicht.
00:39:07: Also was wir sehen ist dass die Direktvermarktung durch die UNB sehr effizient funktioniert.
00:39:13: also es werden ja alle Anlagen die ins Netz einspeisen werden vermarktet.
00:39:17: aber die Anlage die die feste Einspeisevergütungen bekommen werden ja in aggregierter Form durch die Netzbetreiber vermarktet.
00:39:23: und bei den Ü-Zwanziganlagen die aus der Vergütung oder aus der Förderung raus sind, die bekommen ja aktuell wenn es Anlagen bis hundert KWs sind so eine Anschlusszahlung.
00:39:34: das Der Markt wird abzüglich der Vermarktungspauschal oder der tatsächlichen Vermarktungskosten, die ermittelt werden.
00:39:42: Und das liegt irgendwie unterhalb eines Sands pro Kilowattstunde.
00:39:46: Das ist eigentlich ziemlich effizient wie es betrieben wird.
00:39:49: So deswegen muss man sich schon fragen macht es Sinn die kleinsten Anlagen in die Direktvermarktung zu geben?
00:39:55: Also jedenfalls aus unserer Sicht erst wenn Prozesse da sind, die das auch abbilden können.
00:40:00: So, und das andere was du gesagt hast finde ich auch richtig.
00:40:04: Also wenn wir uns die Statistiken anschauen der Anlagen die gebaut werden dann sehen wir halt schon dass die meisten Anlagen sehr viel Strom ins Netz einspeisen.
00:40:13: also Gott sei Dank werden ja anlagen gebaut die nicht so ganz klein sind sodass man irgendwie alles selber verbraucht was erzeugt wird sondern es werden ja Anlagen gebaut mit zehn und fünfzehn Kilowatt Stunden auf ein zehn und fünfzehn KW auf Einfamilienhäusern, die ja deutlich mehr Strom erzeugen als zumindest aktuell dort verbraucht wird.
00:40:30: Und auch vielleicht auf mittlere Frist.
00:40:33: Und dieser Strom wird ja auch gebraucht.
00:40:34: Das ist ja Teil des Zubaus den wir haben.
00:40:36: Also die Gebäudepv-Anlagen machen einen großen Anteil des PV-Zubaus aus und müssen das auch leisten in Zukunft.
00:40:45: Dieser Strom der es nicht verloren, sondern der wird im Stromsystem auch gebaucht mit Flexibilität und Batteriespeichern zeitversetzt.
00:40:52: also Für die Wirtschaftlichkeit der Anlagen ist nach wie vor die Einspeisvergütung schon erheblicher Punkt.
00:40:59: Haben wir auch Kunden befragt, haben die Gebäudeigentümer befragt und die Installateur befragt.
00:41:03: Und sie sind sich eigentlich alle einig, dass es ein wesentlicher Faktor für die Investitionsentscheidungen ist, mit der Vergütung eben die Wirtschaftlichkeit der Anlage sicherzustellen.
00:41:13: Nächstes ist zumindest ein Signal – Wir wollen euren Strom!
00:41:16: Wir wollen euern Zubau!
00:41:18: Wir wollen eure Engagement!
00:41:21: zahlt gar nichts mehr, man hat dann diese unentgeltliche Netzbetreiberabnahme sozusagen die ja nur sagt ich schenke dem Netzbeträber den Strom macht damit was er will.
00:41:31: Dann bedeutet das ja eigentlich übersetzt wir wollen euren Strom nicht.
00:41:38: Ja genau und es ist halt wieder der Punkt im Grunde.
00:41:41: Es ist eine Fantasielosigkeit anstatt zu überlegen wie können wir den Strom sinnvoll ins System integrieren einfach zu sagen geben den Leuten keine Anreize, sondern negativ anreize dass sie gar keine Lust drauf haben den Strom ins Netz einzuspeisen.
00:42:00: Und die Konsequenz kann natürlich sein das einfach kleine Anlagen gebaut werden das in Richtung DIY geht und das ist nicht das eigentlich was wir brauchen um eine schnelle und kosteneffiziente Energiewende hinzubekommen.
00:42:15: Was ja auch noch im Maßnahmenpaket steht, ist diese Fünfzig Prozent Einspeisekappung.
00:42:22: Also wenn man jetzt gerade viel Solarstrom produziert dann hat man ja sowieso schon das Gesetz von den Solar- oder Stromspitzen gesetzt.
00:42:32: Das heißt man darf nicht in preisnegativen Zeiten einspeisen aber jetzt darf man sowieso nur die Hälfte seiner installierten Leistungen quasi einspeisen.
00:42:44: Kommt das auch in den Kosten schon zur Geltung, Herr Kranke?
00:42:48: Nein.
00:42:49: Das ist in diesen Kosten nicht enthalten weil ich auch glaube dass es ein theoretischer Wert ist der in einer Praxis nicht diese Relevanz hat.
00:42:57: Denn wenn ich fünfzig Prozent und mehr meiner erzeugten energie ins netz einspreise als holster bauer dann habe Ich die anlage wirklich falsch dimensioniert.
00:43:07: sie sagten gerade dass die Anlagen durchaus im Sommer viel mehr erzeugen und viele einspeisen.
00:43:13: Das ist auch gut und richtig so, dass sie das tun nicht nur weil ich den Strom im Netz verwenden kann sondern ich muss die Anlage ja immer so definieren oder so projektieren wirtschaftlich über das ganze Jahr bringt.
00:43:28: Das heißt also, ich habe im Winter ja einen viel höheren Eignutzung meiner Energie weil die Anlage nicht zu viel erzeugt und im Sommer hab' ich mehr.
00:43:38: D.h.,
00:43:38: die Anlagen wird im Idealfall ungefähr siebzig Prozent... Ja, das ist jetzt wirklich der Idealfallen... an Eigennutzung bringen können und dreißig Prozent hätte ich dann einen Überschuss.
00:43:50: Das heißt also, ich liege da noch eine Spanne weg von fünfzig Prozent.
00:43:54: deshalb glaube nicht dass es wirtschaftlich wirklich viel ausmachen wird wenn die Anlage gut immunisiert ist.
00:43:59: aber ja wir haben diese Beschränkung und das erst mal unangenehm.
00:44:03: das fühlt sich komisch an aber ich glaube es ist nicht wirklich praxisrelevant.
00:44:08: Das widersprüchliche an genau dieser Regelung ist ja genau das, dass man nämlich einerseits sagt wir wollen auch die kleinen Anlagen in die Direktvermarktung gehen und sich auf den Markt agieren.
00:44:23: Bei kleinen PV-Anlagen ist da eigentlich das wesentliche Asset mit dem ich auf dem Markt was bewirken kann.
00:44:28: Das ist mein Batteriespeicher.
00:44:29: Der Batteriespeicher ist das Eheauto oder vielleicht noch die Wärmepumpe?
00:44:35: Was mache ich mit dieser pauschalen Begrenzung der Einspeiseleistung auf fünfzig Prozent der PV-Leistungen?
00:44:40: Damit begrenze ich ja auch die Einspeiselleistung meines Batteriespeichers und meines E-Autos, wenn ich das bidirektional nutzen möchte.
00:44:48: Also ich will einerseits dass diese Kunden zu aktiven Kunden werden, am Markt teilhaben und dann begrenzt sich aber gleichzeitig wieder ihre Möglichkeiten das zu tun.
00:44:58: Also das zeigt es ist ein schönes Beispiel für die Widersprüchlichkeit der Regelung.
00:45:02: man sagt man will Kosteneffizienz, man will Marktintegration und behindert es aber gleichzeitig wider.
00:45:09: Es ist ja auch ein bisschen der Widerspruch zwischen der Bundesnetzagentur und dem Wirtschaftsministerium, weil die Bundesnet zagentur hat ja jetzt neben Agnes noch Misspell auf den Weg gebracht.
00:45:18: Das ist die Marktintegration für Batteriespeicher- und Ladepunkte.
00:45:25: Und die soll ja gerade dabei helfen, die Batteriesspeicher stärker zu vermarkten.
00:45:33: Sehr viele Regeln ist ein ziemlich pyrokratisches Monster vielleicht auch, aber sehr viele Regelen zustande gekommen mit denen man jetzt künftig am Strommarkt handeln kann eben.
00:45:43: Mit den Batteriespeicherkapazitäten und das würde man ja durch diese Begrenzung wie du sagst Bremsen oder Behindern Hürden aufbauen die es vorher nicht gab.
00:45:57: Jetzt stellt sich natürlich die Frage.
00:45:59: Man könnte jetzt einerseits sagen, okay dann baue ich halt meine Anlage so für den Bedarf, den ich habe damit ich möglichst nicht so viel Einspeise und nicht so ein riesiges Investitionsvolumen habe.
00:46:12: Und man könnte aber auf der anderen Seite auch sagen, ok dann bau ich meine Anlagen extra groß.
00:46:16: Ich versuche mit Fassaden PV über twenty-fünf Kilowatt Peak zu kommen vielleicht um doch noch eine kleine Einspersevergütung zu bekommen und um besser in der Direktvermarktung mit einer Marktprämie agieren zu können.
00:46:34: Welchen Weg würden Sie empfehlen?
00:46:37: Also ich finde es ein bisschen spekulativ, weil gerade wirklich diese Regelungen das ist noch so offen was da jetzt wirklich am Ende dann im Gesetz drin stehen wird.
00:46:45: also Ich habe da schon die Hoffnung dass sich einige solche Regelungen nochmal stark ändern.
00:46:51: deswegen Ich würde jetzt ungern darüber spekulieren, weil viele dieser Regelungen wirklich sehr starken Effekt drauf haben.
00:47:00: Auch wie sich dann eine Wirtschaftlichkeit nach bisherigen Maßstäben errechnet und dann kann man wieder Kreativität entwickeln, wie du sagst dass man dann versucht irgendwie Anlagen in der Leistung so abzugraden das man eben über so einer Schwelle drüber ist ja das wird man dann sehen auch nicht bei jedem Haus möglich sein.
00:47:19: okay also durch alle.
00:47:21: Wir halten mal fest, durch Eigenverbrauch ist es auf jeden Fall wahrscheinlich auch in Zukunft noch sinnvoll, VV-Anlagen zu bauen.
00:47:28: Aber durch die neuen Regelungen widerspricht sich sozusagen der Marktgedanke, der ja eigentlich in die erneuerbare Energie hineingetragen werden soll und wird wieder herausgenommen, wird wieder abgeriegelt weil man Angst hat... Also das Beispiel was Kranke brachte finde ich super!
00:47:45: Das ist ja auch so unser Zielbild.
00:47:47: Voll prosumer Haushalt, der eben nicht nur Strom erzeugt und zwischenspeichert für den Haushaltsverbrauch.
00:47:53: Der noch ein Elektroauto hat eine Wärmepumpt.
00:47:55: Das wird in Zukunft in vielen Fällen auch der Fall sein.
00:47:58: Es wird aber auch nicht in allen Fällen so möglich sein und sich realisieren.
00:48:03: Und ja dann wird man mit Sicherheit auch gute Möglichkeiten haben, ja auch in Zukunft das zu betreiben.
00:48:10: Ich glaube auch dass man auch in wird und können sollte, dass man eine möglichst große Anlage aufs Dach setzt um langfristig sich da auch in seiner Energieversorgung abzusichern weil man so ein Projekt meistens ja auch nur einmal anfässt und nicht unbedingt dann so ne Anlage immer wieder erweitert.
00:48:29: Okay Bei den Dachanlagen, was jetzt da nicht so relevant ist ... sind die Netzentgelte.
00:48:37: Der Prosumer-Aufschlag kommt sowieso für alle Anlagen.
00:48:40: Wohin weißt du das?
00:48:45: Laut Entwurf!
00:48:46: Es gibt hier keinen Bestandsschutz.
00:48:47: Das heißt auch die Bestandsanlagen müssen mit dem Prosumeraufschlag rechnen.
00:48:52: Also es kann man vielleicht noch mal erklären, was im Entwurf der Hintergrund ist also diese Einspeisenetz entgelten.
00:49:00: Da wird man Bestandsschutz haben bei den Anlagen, die jetzt schon existieren und in der Förderung drin sind bis zum Ende des Förderzeitraums.
00:49:06: So ist es vorgesehen im Entwurf.
00:49:09: Und da der Prosuma aufschlagt – das ist ja eigentlich ein zusätzliches Netzengeld, was ich bezahle, diese Pauschale, die es vorhin auch schon mal genannt worden, Wir haben ausgerechnet nach den Daten, die uns vorliegen.
00:49:27: Dass es deutlich mehr sein kann.
00:49:28: Das hängt vom Netzbetreiber ab von dessen Kostenstrukturen und Versorgungsstruktur wie hoch dieser Betrag ist.
00:49:36: Das kann auch bis zu Hundertsechzig, Hundertsiebzig Euro im Jahr sein und das kann natürlich auch steigen.
00:49:41: Wenn die Netzentgelte steigen dann würden diese Beträge auch steigern.
00:49:45: also es ist kein fixer Betrag der ist auch nicht einheitlich übers Bundesgebiet sondern er ist individuell nach Netzbetreiber.
00:49:52: Und da der eben einen Aufschlag sein soll, definitionsgemäß auf den Bezugspreis.
00:49:59: Weil ich spare Netzentgäte dadurch dass sich zu bestimmten Zeiten kein Strom aus dem Netz beziehe und das soll dadurch ausgeglichen werden.
00:50:06: deswegen sagt die Bundesnetzagentur Das soll eben dann ab in Kraft treten und es wäre dann eben, zwanzigneunzwanzig würde es relevant wären soll das dann für alle Prosumer gelten dass die Problematik auch daran, diese Ungleichbehandlung und diese nachträgliche Belastung mit Kosten.
00:50:25: Aber die Bundesnetzagentur war ja sehr zurückhaltend was Ausnahmen angeht also im Bezug auf die Großspeicher, die man ja nun wirklich jetzt nicht so eine große Anzahl sind.
00:50:36: Ja aber wenn man jetzt als Bundesnetzagentur sagen würde ich gebe Bestandsschutz für alle bestehenden Photovoltaikanlagen dann hätte Rechnest du wirklich damit, dass das noch kommen kann?
00:50:50: Also unsere Rechtsgutachten was wir dazu in Auftrag geben haben sagt, dass es so nicht zulässig ist und wir müssen mal schauen wie das kommt.
00:50:59: Aber weil Du die Speicher angesprochen hast also auch da muss man ja gucken... Die Bundesnetzagentur hat ja die Netzendgeldbefreiung beim Speichern bei behalten.
00:51:11: die Kilowattstunde betrifft, also der Energiebezug soweit er wieder ins Netz eingespeist wird.
00:51:17: Der ist von Netzentgelten befreit.
00:51:19: bei Speichern je nach Konstellation muss sich ein Kapazitätsnetzentgeld bezahlen.
00:51:24: das ist sowas ähnliches was ich dann für Strombezug oder auch für Einspeisungen bezahle.
00:51:29: ja so diese diese Netzentgelt über die wir gesprochen haben sind ja keine Kilowattsstunden netzentgelte sondern das sind Preise die ich bezahe für Netzanschlusskapazität.
00:51:42: Das wird bei Batteriespeichern auch erhoben werden, aber es wird eben nicht auf die Kilowattstunde netzend Geld erhoben.
00:51:49: Soweit ich den Strom wieder zurückspeise und das ist zum Beispiel ein Grund warum man Missbill in Zukunft braucht.
00:51:59: Es gab manche Konstellationen, wo man gesagt hat in der Braumermissel gar nicht mehr diese Pauschaloptionen bei den Eigenheimanlagen.
00:52:04: Aber die Festlegung der BNZA dient ja auch dazu, Netzengelte und Umlagen nach dem Energiefinanzierungsgesetz saldieren zu können.
00:52:13: Das heißt also wirklich ein Anreiz zu haben, dass sich Strom zwischen Speicherer und Wieder ins Netz zurückgebe – also diese Mischnutzung von Speichern für Eigenverbrauch für die Eigenversorgung aus der selbst erzeugten Energie, aber auch Austausch von Strom mit dem Netz damit der Speicher im Ganzjährig auch gut genutzt werden kann.
00:52:31: Das ist mit dieser Festlegung halt möglich.
00:52:34: Dann würde ich sagen nutzen wir die letzten zehn Minuten noch um nochmal einen Blick auf die Gewerbeanlagen zu werfen.
00:52:41: also da habe ich den Eindruck da kommt ja einiges zusammen was vielleicht nicht ganz so negativ ist wie das was jetzt zum Teil besprochen haben eine Prosumagebühre voraussichtlich für Gewerbe unter hundert Kilowatt, unter hunderteusend Kilowattsstunden Bezug.
00:53:01: Und wir haben voraossichtlich dann keine Einspeiserentgelte.
00:53:06: Wir haben diese Mispelregelung die dazu führt dass man Batteriespeicher besser nutzen kann das man da auf die bezogene Kilowatzstunde keine Netzentgelde bezahlt Aber man hat natürlich trotzdem sinkende Einspeisevergütungen.
00:53:22: Sie hatten auch da ein Beispiel mitgebracht, Herr Krancker?
00:53:24: Ja!
00:53:26: Auf meiner Folie zeige ich halt wie das aktuell aussieht anhand eines Beispiels wieder bestimmte Annahmen getroffen in diesem Fall eine R-KW-Gewerbedachanlage und ich habe geschaut was macht das jetzt wirklich aus im Jahr.
00:53:43: Ich bekomme nicht mehr diese Vergütung, die ich heute bekomme weil sie runter geht und dann liegen wir bei sechs Komma zwei Cent.
00:53:49: Das heißt also ich bekomme erstmal weniger als im Moment Aber das macht ungefähr drei Tausend, einhundertfünfzig Euro in meinem Beispiel aus.
00:53:58: Das heißt wir sinken von zwölftausend achtundzehn Euro auf zwölftausend fünfhundertsechzig Euro und ich kann halt wenn ich nicht die Direktvermarktung wähle und den Strom quasi komplett ans Netz kostenfrei abgebe was ja eigentlich unsinnig wäre dann würde ich halt mit meinen Erträgen sinken auf ungefähr neuntausenden vierhundert und fünf Euro.
00:54:20: Das heisst also dass Thema zeigt auch wieder mal dass wir durch diese Kosten, die auf uns zukommen zum Beispiel auch hier dieses Prosumer-Endgeld wirklich immer mehr darauf schauen müssen wie muss eine Anlage konfiguriert werden?
00:54:34: Wie muss sie quasi zusammengestellt werden individuell auf den Kunden um hier möglichst diese Verluste wieder aufzufangen?
00:54:43: und auch hier ist es ein typisches Beispiel dafür das wir mit dem Speicher sehr viel machen können.
00:54:48: Das heißt wenn Eigenbedarf oder den Eigenverbrauch dieser Anlage deutlich erhöhen durch einen Speicher kann ich hier auch mal deutlich reduzieren.
00:55:00: Die magische Grenze ist ja dann, oder voraussichtlich hunderttausend Kilowattstunden im Bezug da.
00:55:06: drunter zahlt man halt diesen Versuch beim Zuschlag und darüber zahlt ein Speisernetzentgel.
00:55:14: Das heißt, für Gewerbebetriebe gibt es doch jetzt ein ganz klare Ziel.
00:55:20: Nämlich diese Hunderttausend Kilowattstunden-Schwelle die man möglichst mit seiner Fototaganlage mit seinem Batteriespeich erreichen sollte weil man sich dadurch eine ganze Menge Geld spart oder?
00:55:30: Also die hunderttaUSen Kilowatts schon sehr Strombezug.
00:55:33: Richtig aber wenn ich darunter fälle zahle ich keine Einspeisennetzentgelte.
00:55:38: Genau das ist die Schwelle ab der man sozusagen oder andersrum.
00:55:43: Das Prosumer Netzentgeld, so wie es geplant ist gilt eben dann wenn ich in der Niederspannung angeschlossen bin und maximal hunderttausend Kilowatt schon Strombezug habe.
00:55:53: Wenn ich drüber bin, dann zahle ich nicht dieses Prosumernetzentgeld sondern dann sei ich Einspeisennetzengelte.
00:56:00: Genau, aber dann und ich muss halt im jedem Jahr meine Kapazität bestellen.
00:56:05: Von meinem Netzanschluss muss ich sagen so ein zu viel von der Kapazitäten möchte ich nutzen.
00:56:10: Dann hängt davon ab wie hoch mein Arbeitspreis ist.
00:56:14: Aber das muss sich sowieso machen.
00:56:16: beim Strombezug Wann nicht?
00:56:18: wenn ich unter Hunderttausend falle Ja gut es wird auch da einen Grundpreis geben sozusagen Ja stand heute bin ich bei brauchen wir das nicht nach den Entwürfen, die wir jetzt gerade haben.
00:56:32: Aber lassen mich darauf noch mal zurückkommen was Sie gerade sagten.
00:56:35: ich finde das nämlich wieder ein spannendes Thema denn da liegen auch wirklich die Chancen bei diesen Kapazitätspreisen.
00:56:41: das heißt dass sich vorher definieren muss wie viel Kapazität will ich eigentlich zukünftig aus meinem Netz haben?
00:56:48: Ich glaube es ist ein schöner wirtschaftlicher Hebel den viele Unternehmen haben.
00:56:54: heisst dem Umkehrschluss Ich glaube, dass wir viele Photovoltaikanlagen inklusive Speicher in Zukunft etwas anders denken müssen.
00:57:03: Etwas anders konfigurieren müssen!
00:57:04: Ich will Ihnen ein Beispiel nennen.
00:57:06: Wir haben heute viele Gewerbebetriebe die halt mit Lastspitzen zu tun haben.
00:57:11: Das heißt also sie haben an einigen Tagen im Jahr ich weiß nicht ob es nur fünf zehn oder zwanzig dreißig sind weiß ich nicht Haben Sie dann sehr hohe Laschspitze?
00:57:21: Und der Netzbetreiber sagt aktuell ja, ich nehme die höchste Laschspitze im Jahr und danach bezahlst du lieber Kunde ein Leistungspreis über das gesamte Jahr.
00:57:32: Im Moment oder bislang war es so dass die gewerblichen Kunden versucht haben viel Geld in Speicher zu investieren um diese eine Höchste Spitze runterzukriegen damit sich die Leistung Preise über das ganze Jahr verändern.
00:57:44: Was jetzt neu kommt, sehe ich als ein Riesenvorteil.
00:57:48: Denn jetzt ist nicht mal die eine Spitze im Jahr, sondern ich kann jetzt sagen okay, ich habe beispielsweise eine Kapazität, nehmen wir mal etwas größeres Unternehmen, ich hab eine Netzkapazität aktuell verfügbar von tausend KW und ich habe drei für fünf Mal zehnmal im Jahr neunhundert KW in der Spitze.
00:58:08: aber eigentlich verbrauche ich nur sechshundert Und früher war das halt so, dass ich dann diese neunhundert und mehr bezahlen musste als Leistungspreis.
00:58:17: Wenn ich jetzt sage lieber Netzbetreiber, ich brauche im Schnitt aber nur sechshundert, dann würde meine Kosten dramatisch gesenkt werden auf ungefähr sechzig Prozent für die Kapazitätsverfügungsstellung Und für das, was ich wirklich dann ein paar Mal im Jahr mehr brauche muss sich dann ein höheres höheren Arbeitspreis zahlen.
00:58:39: Aber der ist wirtschaftlich durchaus vertretbar.
00:58:42: heißt Ich kann meine gesamten Kosten durchaus reduzieren.
00:58:46: also Was ich damit sagen will?
00:58:48: Ich glaube dass Fazit bis jetzt Wir haben es von den Seltmann auch schon mehrfach gehört!
00:58:52: Wir haben ein Problem mit der Digitalisierung unseres Netzes Und wir müssen, glaube ich in vielen Bereichen unsere Photovoltaikanlagen ein bisschen anders denken.
00:59:01: Insbesondere das Thema Speicher wird immer relevanter und ich kann auch solche Chancen nutzen.
00:59:07: Das Thema Misbel was wir gerade schon kurz angesprochen haben zielt auch genau in diese Richtung.
00:59:12: also es gibt doch sehr schöne Chancenen mit diesen neuen Gesetzen.
00:59:17: Genau wenn man mit Batteriespeicherentwicklern spricht dann haben die diesen Schiff tatsächlich auch ein Blick, die wenn man heute einen Batteriespeicher plant, plant man dann schon mit diesem Kapazitätsentgelt nicht mehr mit der höchsten Lastspitze.
00:59:33: Was ja auch den Vorteil hat dass man den Batteriespächer viel besser nutzen kann.
00:59:37: Man muss ihn nicht stehen lassen damit er voll darauf wartet das irgendwann diese Viertelstunde eintritt sondern man kann ihnen das ganze Jahr über aktiv nutzen, was ja auch vorteilhaft ist.
00:59:48: Aber gibt es im Gewerbe jetzt auch abgesehen von der sinkenden Einsperrsevergütung den Drang unmittelbar bis Ende des Jahres noch zu bauen?
01:00:00: Es ist natürlich immer ein Vorteil wenn ich eine Anlage in diesem Jahr noch in Betrieb nehme weil ich einfach das bestehende Recht mitnehme.
01:00:07: Und wir sehen ja, dass es jetzt kaum Änderungen in den Gesetze entwürfen, die wir bejubeln.
01:00:14: Sondern wahrscheinlich werden diese noch in Betrieb gehen.
01:00:20: Vorteile haben gegenüber den Anlagen, die nächstes Jahr in Betrieb gehen.
01:00:24: Gerade im Gewerbebereich haben wir es natürlich mit Anlagen zu tun, die oft wirklich extrem hohe Eigenverbrauchsanteile haben bei denen die Einspeisung nicht so interessant ist.
01:00:34: also solche Anlagen kann man natürlich auch problemlos im nächsten Jahr realisieren.
01:00:38: ich würde sogar sagen dass sich die Akteure der Branche und die Betroffenen wenn es so weit um solche Anlagen geht, die können quasi mehr oder weniger über den Jahreswechsel durcharbeiten und durchplanen und solche Projekte angehen.
01:00:56: Das wird sich auch weiterhin lohnen Anlagen mit hohen Eigenverbrauchsanteilen und in Kombinationen mit Speichern.
01:01:03: Aber das ist natürlich nicht der ganze Markt, sondern es gibt einfach einen großen Marktanteil von Anlagen die in der Vergangenheit auf Einspeisungen gesetzt haben.
01:01:11: Wir haben große Dachflächen bei Gewerbebetrieben, die wenig Stromverbrauch haben.
01:01:16: Und das wäre ein Marktsegment was uns dann was dann wegfällt oder schrumpft.
01:01:22: Und das ist natürlich schon ein Problem, wenn man bei allen Marktsegmenten Signale setzt dass diese Schrumpfen dann wird insgesamt der Ausbau in dem gewünschten Maße so nicht gelingen.
01:01:33: Du regnest also schon damit, dass es ab nächsten Jahren deutlichen Markteinbruch gibt einen reichen Knick?
01:01:38: Also das hoffe ich natürlich nicht weil ich erstens hoffe, dass an den Entwürfen noch einiges geändert wird.
01:01:46: aber Wir haben der Politik auch ganz klar signalisiert und es auch mit Zahlen hinterlegt, dass würden die Entwürfe so wie sie aus dem Bundeskabinett kamen umgesetzt.
01:01:56: Dass das eine hebliche Marktrückgänge zur Folge hätte und dass damit die Ausbauziele nicht erreichbar sind.
01:02:03: In der Vergangenheit haben wir ja immer zum Jahresende noch so ne Jahresend-Relle gesehen wenn sich viele Dinge ändern.
01:02:10: Im Moment sehen wir das noch nicht.
01:02:11: Die Ausbauzahlen sind nach wie vor Stabil oder sogar im September etwas gesunken.
01:02:19: Rechnen wir noch mit einem ran, Herr Kranke?
01:02:22: Ich glaube dann müsste man sich das anschauen in welchem Segment.
01:02:27: was wir jetzt gerade feststellen ist im Privatmarkt ist wirklich ein Runder weil diese Unsicherheit reist.
01:02:35: Ich glaube, viele Menschen können das noch nicht fassen.
01:02:37: über wie viel Geld reden wir jetzt fürs nächste Jahr und wieviel wird es teurer?
01:02:42: Und um diese Gefahren aus dem Weg zu gehen will man jetzt noch ganz schnell dieses Jahr.
01:02:47: Wir erleben gerade in Großhandel dass wir tatsächlich Engpässe bei verschiedenen Materialien haben, dass wir Kapazitätsendpässen bei den Solarteuren haben Also daran, der privaten Anleger ist definitiv da.
01:03:02: Zumindest in dem Kreis, in dem ich mich bewege höre ich das überall.
01:03:07: Das kann ich aber für Gewerbe überhaupt nicht bestätigen.
01:03:10: Gerade großes Gewerber oder Industrie würde ich eher sagen es verhalten an der Tagesordnung erst mal schauen was die Zukunft bringt weil man nicht genau weiß wie geht's denn jetzt weiter mit der wirtschaftlichen Lage aber auch mit der politischen Lage?
01:03:25: und genau das ist das was keinen kein Unternehmer braucht diese Unsicherheiten im Markt.
01:03:32: Wenn jetzt politisch, sprich energetisch gegen Wind kommen könnte und dann noch wirtschaftlich, dann werden selten Entscheidungen getroffen.
01:03:41: Und deshalb sehe ich da im Moment keine große Veränderung.
01:03:46: Da hält man sich doch eher zurück.
01:03:49: Das ist eigentlich auch nachteilig.
01:03:51: Gerade durch diese lange Verzögerung, dass wir jetzt noch so lange in den Herbst hinein auf eine Entscheidung warten, dadurch kann sich keiner so richtig darauf einstellen was kommt.
01:04:00: und der Boom oder sage ich mal das Zwischenhoch bleibt zumindest aus?
01:04:08: Also wir sehen schon seit Monaten gerade im Gebäude, PV-Segment also im gewerblichen Bereich.
01:04:15: Ein Rückgang der Auftragslage eine verhaltene Stimmung eben weil man solche Projekte natürlich schon längerfristiger plant auch als eine Eigenheim pv Anlage.
01:04:25: deswegen gibt es da schon länger einen Rückgang in dem Bereich was uns eben auch große Sorgen macht.
01:04:32: Und im Eigenheimbereich sehen wir gewisses Plus aktuell, die Kapazitäten bei den Installatören werden jetzt halt mehr oder weniger ausgeschöpft.
01:04:42: Aber auch da ist es so dass es für nächstes Jahr halt auch noch keine Aufträge gibt Weil alle abwarten.
01:04:48: und wenn man es vergleicht, zum Beispiel mit der Marktlage von vor zwei drei vier Jahren dann ist natürlich trotzdem immer noch ein riesiger Rückgang gewesen im Markt.
01:04:56: Im Eigenheimsegment hatten wir einen Rückgang glaube ich von vierzig Prozent oder so und selbst wenn jetzt der Markt mal kurzzeitig anzieht ist das natürlich kein Ausgleich für das was wir da hatten.
01:05:08: also Aus unserem Podcast sozusagen Fazit, bauen Sie noch was sie können.
01:05:14: Insbesondere Privatanlagen, Großanlagen aber auch Gewerbeanlagen nicht auf den lange Bank schieben weil das was wir sicher wissen ist besser als dass was wir... Ja gut es sind noch zwei Monate also man wird jetzt keine großen Projekte noch angehen können in der kurzen Zeit.
01:05:27: Also ich denke mal es wird jetzt das noch möglichst schnell ans Netz gebracht bis zum Jahresende was gerade im Bau ist Und dann hoffen wir mal, dass die Regelungen, die dann kommen, gut sind.
01:05:40: Ja ich kann mich da nur anschließen!
01:05:42: Ich hoffe das es noch einige Änderungen in den Entwürfen geben wird denn es hat schon erhebliche Einflüsse auf die Wirtschaftlichkeit einiger Anlagen.
01:05:52: nichts, desto trotz würde ich grundsätzlich sagen liebe Kunden bitte macht weiter mit dem Ausbau der Erneuerbaren Energien.
01:05:59: nicht nur für unser Klimaschutz sondern auch wirtschaftlich ist es nach wie vor interessant.
01:06:05: Wir müssen halt nur ein bisschen anders denken, ein bisschen an das Plan und die Anlagen halt auf die Individualität des Kunden konfigurieren Und dann wird sich das auch in Zukunft weiterhin deutlich lohnen Fotovoltaik zu bauen Wunderbar.
01:06:20: Vielen Dank, das waren Detlef Kranke von ENA-Guide und Thomas Seltmann vom Bundesverband Solarwirtschaft.
01:06:26: Danke dass Sie heute hier waren und danke an unsere Podcastteilnehmer, dass sie eingeschaltet haben!
01:06:32: Wir hoffen natürlich, dass es noch Änderungen gibt an den kommenden Regularien und dass wir die Auswirkung nach abmildern können.
01:06:39: Wer mehr dazu wissen möchte, sollte natürlich unsere Berichterstattung verfolgen.
01:06:43: Wir halten Sie online auf dem Laufenden auf unserer Plattform www.pv-magasin.de und einen ganz ausführlichen Überblick über die Themen der EEG-Novelle, Agnes, Netzpaket über CFDs und die finale Investitionsentscheidung lesen sie auch in unserer kommenden Ausgabe, die am threizehnten November erscheint.
01:07:08: erhalten Sie zum Teil auch schon früher als Abonnent unserer Magazins auf der Webseite als PV-Plus Artikel.
01:07:16: Dann bedanke ich mich dafür, dass sie eingeschaltet haben und bis zum nächsten Mal.
01:07:19: Auf Wiederhören!